Alimente und Sorgerecht

in Österreich

Beabsichtigen Sie sich scheiden zu lassen?

Telefonische Rechtsberatung


1. Termin auswählen

2. Tarif auswählen

3. Beratung


Buchen Sie unseren Service der telefonischen Rechtsberatung durch Familienrechtsanwälte und lassen Sie sich persönlich von einem Rechtsanwalt beraten.

telefonische beratung anwalt scheidung

Jetzt buchen

Das gemeinsame Sorgerecht und Alimente in Österreich

Bis zum Erreichen der Selbsterhaltungsfähigkeit steht Kindern in Österreich ein besonderes Recht in Form von Alimente zu. Das Sorge- und Alimenterecht wird von Vater und Mutter gemeinsam ausgeübt. Für das Wohl des Kindes ist es nicht erforderlich, dass die Eltern miteinander verheiratet sind.

Ist ein Elternteil verstorben, müssen die Großeltern zum Unterhalt des Enkels beitragen. Die Verpflichtung besteht nur, wenn die Großeltern finanziell dazu in der Lage sind und trotzdem noch ihren eigenen Lebensunterhalt bestreiten können.

Lassen die Eltern des Kindes sich scheiden und lebt das Kind im Haushalt des einen Ehepartners, muss hinsichtlich des Sorge- und Alimenterechts das Folgende beachtet werden:

Der Anspruch auf Alimente wird durch die Trennung der Eltern nicht gefährdet

Leben die Kinder mit ihren Eltern in einem gemeinsamen Haushalt, haben sie neben das Recht auf Unterkunft und Versorgung Anspruch auf Bekleidung, Erziehung und Taschengeld.

Das Recht auf Kindesunterhalt wird nicht dadurch gefährdet, dass die Eltern sich scheiden lassen. Auch in diesem Fall wird das Obsorgerecht von den Eltern gemeinsam ausgeübt. Problematisch stellt es sich dar, dass das gemeinsame Kind im Haushalt des einen Elternteil lebt. Wird nichts anderes bestimmt, ist der Elternteil zur Zahlung von Geldleistungen in Form von Alimente an das Kind verpflichtet, in dessen Haushalt das Kind nicht lebt. Der andere Elternteil erfüllt seine Verpflichtung durch die Betreuung und die Erziehung des Kindes.

“Wer nicht kämpft, hat schon verloren.” – Scheidungshilfe.at unterstützt Sie bei Ihrer Scheidung – österreichweit.

Die gleichteilige Betreuung der Eltern

Kommt der eine Elternteil für den Naturalunterhalt des Kindes auf und leistet der geschiedene Ehepartner nur Geldleistungen, wurde eine ungleiche Betreuung geregelt.

Eine abweichende Vereinbarung könnte eine gleichteilige Betreuung vorsehen. Die Verpflichtung zur Zahlung des Gelunterhalts besteht für beide Elternteile. Sie ist abhängig von der Höhe des jeweiligen Einkommens. Der besserverdienende Elternteil muss in diesem Fall für den Kindesunterhalt aufkommen. Die Betreuung könnte z.B. im Verhältnis 70:30 geregelt sein. Den Elternteil mit der 70%-Betreuungsleistung trifft keine Pflicht, für die Alimente des Kindes aufzukommen. Der volle Anteil der Alimente ist von dem Elternteil mit der 30% Betreuungsleistung zu zahlen.

Beziehen beide Elternteile nahezu das gleiche Einkommen, besteht weder für den Vater noch für die Mutter eine Verpflichtung zum Geldunterhalt. Die gemeinsame Verpflichtung für Alimente und Obsorge wird in natura geleistet.

Es kann aber auch die 50:50-Regelung zum Zug kommen. Dies bedeutet, dass der Kindesunterhalt im Verhältnis 50:50 zwischen den Eheleuten aufgeteilt wird. Beide Elternteile müssen für die Aufwendungen zum Kindesunterhalt aufkommen. In diesem Fall wird zunächst der Gesamtunterhalt des Kindes ermittelt und im gleichen Verhältnis auf die beiden Elternteile umgelegt. Die 50:50 Regelung bezieht sich aber nicht allein auf die Zahlung der Geldleistungen. Auch die Betreuungsleistungen können im gleichen Verhältnis auf Vater und Mutter aufgeteilt werden.

Das gemeinsame Sorge- und Alimenterecht kann zwischen den Eltern auch so geregelt sein, dass das Kind sich für einen bestimmten Zeitraum beim Vater und für einen bestimmten Zeitraum bei der Mutter aufhält. Dies könnte z.B. eine Möglichkeit sein, wenn beide Elternteile in derselben Stadt leben und das Kind durch den Wohnungswechsel nicht ständig aus seinem täglichen Umfeld (Schule, Freunde) herausgerissen wird. Für die finanziellen Bedürfnisse ist bei dieser Regelung der Elternteil verantwortlich, bei dem sich das Kind gerade aufhält. Eltern mit gleichen Einkommensverhältnissen profitieren von dieser Regelung. Es muss allerdings bedacht werden, dass weder der Vater noch die Mutter in diesem Fall in den Genuss des Unterhaltsabsetzungsbetrages kommt.

alimente sorgerecht

Die Berechnung der Alimente

Die Berechnung der Alimente ist abhängig von mehreren Faktoren. Als Bemessungsgrundlage wird das Nettoeinkommen des Unterhaltsverpflichteten herangezogen. Für die Ermittlung des Nettoeinkommens ist das Folgende zu unterscheiden:

Bei einer unselbständigen Tätigkeit – als Arbeiter oder Angestellter – ist das monatliche Nettoeinkommen maßgeblich. Zur Ermittlung wird das Bruttoeinkommen um Steuern und Sozialversicherungsabgaben gekürzt. Übt ein Elternteil eine selbstständige Tätigkeit aus, ist für die Ermittlung der Reingewinn aus dem letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr heranzuziehen. Treten größere Schwankungen auf, wird die Bemessungsgrundlage aus dem durchschnittlichen Einkommen der letzten drei Geschäftsjahre ermittelt.

Ist ein Elternteil Pensionist, wird die Höhe der Alimente aus den monatlichen Pensionszahlungen ermittelt.

Ist ein Elternteil arbeitslos, bildet die Arbeitslosenunterstützung die Bemessungsgrundlage für die Höhe der Alimente.

Die jeweilige Bemessungsgrundlage wird mit einem Unterhaltsprozentsatz multipliziert. Der Unterhaltsprozentsatz ist eine feste Größe, die abhängig vom Alter des Kindes festgelegt wird.

Im Weiteren ist die Höhe der Alimente von dem Verhältnis der Betreuungsleistung abhängig, das zwischen den Eltern vereinbart wurde.

Wenn Sie die Alimente und Unterhaltszahlungen berechnen wollen, verwenden Sie unseren Alimentenrechner.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenlos

Wir kümmern uns gerne um Ihr Anliegen, egal ob es sich um Unterhalt, Einvernehmliche Scheidung, Sorgerecht oder Vermögensaufteilung geht.

Kann die Höhe der Alimente reduziert werden?

Möchte ein unterhaltsverpflichteter Elternteil die Höhe der Alimente in Österreich kürzen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Kann der Elternteil Anspruch auf Familienhilfe geltend machen oder verfügt das Kind über eigene Einkünfte, kann er eine Kürzung der Unterhaltsleistungen beantragen. Berücksichtigt wird aber auch den Verdienst, den er erzielt hat.

alimente und sorgerecht

Fazit bezüglich Alimente und Sorgerecht

Ein Kind hat auch bei einer Scheidung der Eltern Anspruch auf Unterhalt.Der Regelfall geht von einer ungleichen Betreuung aus.Der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind lebt, muss keinen Geldunterhalt an das Kind leisten. Die Verpflichtung ist durch die Betreuungsleistung erfüllt.

Der Elternteil, in dessen Haushalt das Kind nicht lebt, muss für die Alimente des Kindes Unterstützung in finanzieller Form leisten.

Eine abweichende Regelung ist die gleichteilige Betreuungsleistung. In diesem Fall sind beide Elternteile zum Geldunterhalt verpflichtet. Die Höhe der Geldzahlung ist von dem jeweiligen Einkommen der Ehepartner abhängig.

Bei einem nahezu gleichen Verdienst empfiehlt sich eine Aufteilung der Geldleistungen im Verhältnis 50:50.

Die Höhe der Alimente ermittelt sich nach dem Nettoeinkommen. Ist der Unterhaltsverpflichtete arbeitslos, wird die Arbeitslosenunterstützung herangezogen. Bei einem Pensionist bildet die monatliche Pensionszahlung die Bemessungsgrundlage dar.

Die Länge der Unterhaltsverpflichtung ist von der Selbsterhaltungsfähigkeit des Kindes maßgeblich. Hierfür muss das Kind nicht zwingend volljährig sein. Ein Kind gilt als selbsterhaltungsfähig, wenn es eigenen Haushalt führt und seinen Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln bestreitet. Eine Kürzung der Unterhaltsleistung kann beantragt werden, wenn Anspruch auf Familienhilfe besteht oder das Kind eigenes Einkommen hat.

FAQ

Pflege, Erziehung, die Vermögensverwaltung und die gesetzliche Vertretung in diesen und allen anderen Bereichen.

Beide Elternteile sind mit der Obsorge gemeinsam betraut.

Die alleinige Obsorge hat grundsätzlich die Kindesmutter. Eine andere Regelung sit jedoch möglich.

Die Pflege und Erziehung des Kindes umfasst unter anderem die Bestimmung des Aufenthaltes, die Ausbildung des Kindes und seine medizinische Behandlung.

Es gibt drei Möglichkeiten, wie das Sorgerecht geregelt werden kann:

 

  • Beibehaltung der vollen Obsorge beider Eltern, wie während aufrechter Ehe.
  • Alleinige Obsorge des hauptsächlich betreuenden Elternteils,
  • Volle Obsorge des hauptsächlich betreuenden Elternteils (idR bei wem das Kind lebt) und Beschränkung des anderen Elternteils auf einen Teilbereich.

Bei der einvernehmlichen Scheidung müssen sich beide Elternteile über den Aufenthalt des Kindes und das damit verbundene Sorgerecht einigen. Bei der streitigen Scheidung wird das Gericht idR jenem Elternteil die alleinige Obsorge zusprechen, bei dem das Kind lebt.

Bei der gemeinsamen Obsorge werden die Alimente in der Regel von dem Elternteil gezahlt, bei dem das Kind nicht lebt. Dieser Elternteil zahlt Geldunterhalt. Der andere Elternteil erbringt seine Unterhaltspflicht dadurch, dass das Kind bei ihm im Haushalt lebt und betreut wird.

Sowohl das Kind als auch jeder Elternteil haben das Recht einander zu treffen. Dieses Kontaktrecht, wird meist einvernehmlich geregelt. Können sich die Elternteile nicht einigen, trifft das Gericht eine Regelung darüber.

Das Besuchsrecht ist auch ein Recht des Kindes. Daher besteht das Besuchsrecht auch dann, wenn keine Alimente bezahlt werden.  

Für Anträge auf persönliche Kontakte fallen keine Gerichtsgebühren an. Jede Partei hat seine Anwaltskosten selbst zu zahlen. Kostenersatz gibt es keinen. Spezialisierte Scheidungsanwälte verrechnen häufig mehrere hundert Euro pro Stunde. Außerdem wir meist ein Honorarvorschuss verlangt. D.h. Sie müssen häufig viel Geld bezahlen, bevor die Obsorge überhaupt geregelt ist. Es empfiehlt sich daher die Obsorge im Rahmen des Scheidungsverfahrens zu klären.  

Hier hilft Ihnen SCHEIDUNGSHILFE.AT  Wir übernehmen das Honorarrisiko. Sie brauchen keine Vorauszahlung leisten. Wir helfen Ihnen sorglos und unkompliziert die Obsorge im Rahmen Ihres Scheidungsverfahrens abzuwickeln.

“Wer nicht kämpft, hat schon verloren.”