Scheinvater

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Scheinvater – Wenn das Kind (Kuckuckskind) nicht vom angeblichen Vater stammt

Statistisch gesehen gibt es in jeder Kindergartengruppe zwei Kuckuckskinder. Ca.10 % der Kinder sind Kuckuckskinder. Diese Statistik gilt für Deutschland und Österreich. Von einem Kuckuckskind spricht man, wenn der Vater, der das Kind aufzieht, nicht der echte Vater ist. Die Mutter schiebt dem Vater das Kind unter. Es kommat auch vor, dass die Mutter selber nicht weiß, wer der tatsächliche Vater ist. Dies kann durchaus nachvollziebar sein, wenn die Mutter innerhalb kurzer Zeit verschiedene Sexualpartner hatte. Umso größer liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer falschen Zuordnung der Vaterschaft kommt. Ein neuer Scheinvater ist geboren. Für Scheinvaterschaften gibt es auch prominente Fälle. Erwähnenswert ist hier die Scheinvaterschaft von Popsänger Falco.

 

Kuckuckskinder dürfen nicht verwechselt werden mit Kindern die aus einem Samenraub entstehen. Die Causa der Tennislegende Boris Becker ist noch vielen ein Begriff.

 

Samenraub passiert mit der Absicht einen Mann zum Vater zu machen. Der Mann ist meist wohlhabend und möchte nicht oder weiß nicht, dass er durch die Handlung zum Vater gemacht werden soll. Ein Samenraub kann auch zu einem Kuckuckskind führen, wenn das Kind einem anderen Mann (Scheinvater) untergeschoben wird.

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Schadenersatz für den Scheinvater – Judikaturwende in der Scheinvaterschaftsfrage

Im Jahr 2018 sprach sich der Oberste Gerichtshof mit seiner Entscheidung zu einer Judikaturwende zur Frage der Scheinvaterschaft aus.

Was war passiert? Während einer aufrechten Ehe brachte ein verheiratetes Ehepaar ein Kind zur Welt. Wie in jeder intakten Ehe hat der Ehemann vermutet, dass es sich um sein leibliches Kind handelte. Das Eheverhältnis wurde im Jahr 1993 einvernehmlich zwischen den Eheleuten geschieden. In der Unterhaltsvereinbarung verpflichtete sich der Kindesvater einen monatlichen Geldunterhalt zu leisten. Von 1993 bis 2007 zahlte der Scheinvater in Summe EUR 26.750,– an Unterhaltszahlungen (Alimente) für das Kuckuckskind. Nachdem der Scheinvater im Jahre 2016 Kenntnis von seiner Nichtvaterschaft erlangte ging der Mann gegen die Vaterschaft gerichtlich vor. Das Gericht stellte fest, dass der Exmann nicht der Vater des Kindes war. Das Kind stammte als nicht von dem angeblichen Scheinvater ab. Der geschiedene Ehepartner forderte von der Mutter des Kindes Ersatz von seinen zu Unrecht getätigten Unterhaltsleistungen (Alimente). Dies forderte der Ehemann aus dem Titel des Schadenersatzes, er wendete die Eheverfehlung des Ehebruchs ein und stützte darauf die rechtswidrige Handlung.

Daraufhin wendete die Exfrau ein, dass auch Sie kein Wissen von der Vaterschaft eines anderen Mannes hatte. Sie wusste nicht, dass der Exmann der Scheinvater des Kindes war. Weiters wendete Sie ein, dass sie im Zeitpunkt der Empfängnis an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen hatte und es zum außerehelichen Beischlaf gekommen sei.

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Im Jahr 2018 sprach sich der Oberste Gerichtshof mit seiner Entscheidung zu einer Judikaturwende zur Frage der Scheinvaterschaft aus.

Was war passiert? Während einer aufrechten Ehe brachte ein verheiratetes Ehepaar ein Kind zur Welt. Wie in jeder intakten Ehe hat der Ehemann vermutet, dass es sich um sein leibliches Kind handelte. Das Eheverhältnis wurde im Jahr 1993 einvernehmlich zwischen den Eheleuten geschieden. In der Unterhaltsvereinbarung verpflichtete sich der Kindesvater einen monatlichen Geldunterhalt zu leisten. Von 1993 bis 2007 zahlte der Scheinvater in Summe EUR 26.750,– an Unterhaltszahlungen (Alimente) für das Kuckuckskind. Nachdem der Scheinvater im Jahre 2016 Kenntnis von seiner Nichtvaterschaft erlangte ging der Mann gegen die Vaterschaft gerichtlich vor. Das Gericht stellte fest, dass der Exmann nicht der Vater des Kindes war. Das Kind stammte als nicht von dem angeblichen Scheinvater ab. Der geschiedene Ehepartner forderte von der Mutter des Kindes Ersatz von seinen zu Unrecht getätigten Unterhaltsleistungen (Alimente). Dies forderte der Ehemann aus dem Titel des Schadenersatzes, er wendete die Eheverfehlung des Ehebruchs ein und stützte darauf die rechtswidrige Handlung.

Daraufhin wendete die Exfrau ein, dass auch Sie kein Wissen von der Vaterschaft eines anderen Mannes hatte. Sie wusste nicht, dass der Exmann der Scheinvater des Kindes war. Weiters wendete Sie ein, dass sie im Zeitpunkt der Empfängnis an Fortbildungsveranstaltungen teilgenommen hatte und es zum außerehelichen Beischlaf gekommen sei.

Laut alter Rechtsprechung genügt das Vorliegen eines Ehebruchs nicht um den Schadenersatzanspruch des Scheinvaters wegen der zu Unrecht geleisteten Unterhaltszahlungen, für das aus dem außerehelichen Beischlaf hervorgegangen Kindes gegen die Exehefrau, zu stützen.

Ein Ersatzanspruch setze vielmehr bewusst wahrheitswidrige Angaben der Ehefrau voraus, die dazu geführt hätten, dass es der Ehemann zunächst bei der gesetzlichen Vermutung seiner Vaterschaft habe bewenden lassen und seiner daraus erfließenden Unterhaltspflicht nachgekommen sei.

Kontaktieren Sie uns unverbindlich und kostenlos

Wir kümmern uns gerne um Ihr Anliegen, egal ob es sich um Unterhalt, Einvernehmliche Scheidung, Sorgerecht oder Vermögensaufteilung geht.

So entschied der OGH: Scheinvaterregress bei Scheinvaterschaft

Der OGH ging von dieser Rechtsprechung ab und schlug einen neuen Weg ein. Der OGH stellte fest, dass aus den Treuepflichten der Ehe auch die Vermögensinteressen der Ehepartner mitgeschützt sind. Aus der Verletzung der Treuepflichten (Ehebruch) können daher Schadenersatzpflichten abgeleitet werden. Dies auch wenn kein arglistiges Verhalten abgeleitet werden kann. Durch diesen Schutzzeck werden auch Vermögensschäden des Partners abgedeckt (Unterhaltszahlungen).

Das bedeutet, dass der Exehemann mit seinem Klagebegehren obsiegt hat und Anspruch auf die geleisteten Unterhaltszahlungen in der Höhe von EUR 26.750,– hatte.

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Mag. Andreas Gselmann von SCHEIDUNGSHLFE.AT begrüßt diese Entscheidung des Obersten Gerichtshofes. Nun haben sämtliche betrogene Scheinväter den rechtlichen Anspruch auf Schadenersatz gegen die Kindesmutter. Sofern Sie sich nicht sicher sind, ob Sie der Kindesvater sind kontaktieren Sie uns unverbindlich. Die Verjährungsristen beginnen mit dem Tag der Kenntnis zu laufen.

Wenn also der Kindesvater die Vaterschaft nicht fristgerecht bekämpft könnte er monatlich pro Kind im schlimmsten Fall € 1.450,- (Playboygrenze/ Luxusgrenze) bezahlen.

 

Zögern sie nicht im Zweifel und kontaktieren Sie uns!

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